ADHS und Autofahren/Verkehr
Menschen mit ADHS haben eine etwa sechsfach erhöhte Unfallrate im Straßenverkehr im Vergleich zur Normalbevölkerung, wobei eine wirksame medikamentöse Behandlung diese Unfallhäufigkeit deutlich reduzieren kann. Die generelle Fahreignung ist nicht automatisch durch ADHS oder die Einnahme von Stimulanzien eingeschränkt, jedoch muss jeder Fahrer individuell seine Fahrtüchtigkeit, also den aktuellen Zustand wie Müdigkeit oder Aufregung, selbst einschätzen. Die Schwere der ADHS-Diagnose allein sagt wenig über die konkrete Fahrtüchtigkeit im Einzelfall aus. Es wird empfohlen, die Wirkung der Medikation auf das Fahrverhalten vor dem Fahren zu beobachten, ähnlich wie bei anderen Medikamenten. Grundsätzlich besteht keine Verpflichtung, ADHS der Führerscheinbehörde oder dem Fahrlehrer mitzuteilen.
Fundstellen zum Nachhören
- Matthias Rudolph
Das heißt, ich muss das auch nicht als junger Mensch meinem Fahrlehrer sagen oder der Führerscheinbehörde. Ich muss es einfach nicht sagen und ich sollte es auch nicht sagen. Das ist die Fahreignung. Das Zweite ist die Fahrtüchtigkeit. Und…
Ab 3:00 hören - Peter Greven
Peter Greven: Grundsätzlich hat diese angesprochene Schweregradeinteilung meiner Meinung nach keine Relevanz für die Fahrtüchtigkeit im einzelnen konkreten Fall. Es gibt aber zahlreiche Untersuchungen darüber, dass Menschen mit ADHS zu deut…
Ab 6:03 hören - Andrea Boreatti
Andrea Boreatti: Also das erste stimmt schon mal nicht, dass man damit kein Auto mehr fahren darf. Bei ADHSlern ist die Unfallzahl oder die Anzahl der verursachten Unfälle ja ungefähr 6-mal höher als in der Normalbevölkerung ohne ADHS. Und…
Ab 19:28 hören
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