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ADHS in der zweiten Lebenshälfte

88 Fundstellen in den Podcasts · 5 davon hier als Beleg

ADHS wird heute als lebenslange neurobiologische Störung verstanden, die nicht mit dem Erwachsenwerden oder dem Erreichen eines bestimmten Alters verschwindet. Matthias Rudolph weist darauf hin, dass ADHS auch bei älteren Menschen über 60 Jahren weiterhin besteht, obwohl dies lange Zeit nicht anerkannt wurde. Betroffene in der zweiten Lebenshälfte berichten von Herausforderungen wie Konzentrationsproblemen, die mit Ängsten vor Demenz verwechselt werden können, wie Astrid Neuy-Lobkowicz erläutert. Gleichzeitig verändern sich die Symptome und der Umgang mit ADHS im Alter, was sich etwa in einem veränderten Aktivitäts- und Entspannungsverhalten zeigt, wie eine Betroffene beschreibt. Die Erfahrungen zeigen, dass ADHS auch im höheren Alter einen erheblichen Einfluss auf Lebensqualität und berufliche Entwicklung haben kann.

Fundstellen zum Nachhören

  • Matthias Rudolph
    Matthias Rudolph: Tja, ich würde mal sagen, aus zwei Gründen. Der eine ist, ich werde nächstes Jahr 60 und bin plötzlich auch bei den Älteren. Das hört sich so lustig an, das macht aber was mit einem, wenn man plötz…
    Ab 1:14 hören
  • Matthias Rudolph
    Ich kann mich an dieses legendäre Schreiben von BfArM erinnern, als mal Methylphenidat im Erwachsenenalter zugelassen werden sollte. Und ich habe das Schreiben gesehen, da stand drin, da es ADS im Erwachsenenalter nicht gibt, brauchen wir d…
    Ab 1:50 hören
  • Astrid Neuy-Lobkowicz
    Ja, aber das häufigste, wo die Patienten in dem Alter zu uns kommen, sagen wir mal so zwischen 50 und 60, ist: Ich glaube, ich kriege eine Demenz. Ja, ich bin völlig verpeilt, ich kann nicht mehr, ich bin fertig. Und sie haben natürlich wah…
    Ab 10:35 hören
  • ?
    Und es ist nicht, und das finde ich ganz spannend, in eine Depression, wie sie gesagt haben, in eine Hypoaktivität abgerutscht, sondern man war ja da und wollte leisten. Das vor dem Hintergrund zu sagen, wow, und auch wie sie es gesagt habe…
    Ab 22:33 hören
  • Ina Cross
    Ina Cross: Ja, das gilt es jetzt für mich herauszufinden. Was ist für mich eigentlich Entspannung? Weil auf dem Sofa sitzen und mal zu chillen ist tatsächlich keine Entspannung für mich. Das heißt jetzt nicht, dass ich immer irgendwas mache…
    Ab 23:20 hören