Warum hyperaktive Frauen oft spät erkannt werden (Gastbeitrag)
Du kennst bestimmt die typischen Klischees: Jungs sind zappeliger, Mädchen eher verträumt. Doch ADHS zeigt sich bei Frauen oft anders als erwartet, insbesondere die hyperaktive Form wird häufig übersehen. In dieser Folge tauchen wir tief ein in die Herausforderungen, die Frauen mit hyperaktivem ADHS erleben, und warum sie oft spät oder gar nicht richtig erkannt werden.
Andrea Boreatti, Fachärztin für Psychiatrie, erklärt, wie gesellschaftliche Rollenbilder, Kompensationsstrategien und ein männlich geprägter Blick in der Medizin dazu führen, dass hyperaktive ADHS-Symptome bei Frauen oft nicht wahrgenommen werden. Erfahre, warum ein genauer Blick und gendersensible Diagnostik so wichtig sind und wie sich das auf Therapie und Alltag auswirkt.
In dieser Folge geht es um:
- Die verbreiteten Stereotype von ADHS – Zappelphilipp vs. Träumerchen – passen nicht für alle, besonders nicht für Frauen mit hyperaktivem ADHS.
- Gesellschaftliche und kulturelle Prägungen führen dazu, dass Frauen Hyperaktivität oft besser kompensieren oder verstecken und deshalb seltener diagnostiziert werden.
- Physiologische Faktoren wie Hormonschwankungen beeinflussen die ADHS-Symptomatik bei Frauen und können Symptome verstärken.
- Hyperaktive Frauen zeigen subtile Verhaltensweisen wie unbewusstes Zappeln, schnelles Reden oder impulsives Handeln, die oft übersehen werden.
- Eine vertrauensvolle Arzt-Patientinnen-Beziehung und gendersensible Diagnostik sind entscheidend, um Frauen mit ADHS adäquat zu erkennen und zu behandeln.
Gast: Andrea Boreatti
Weiterführende Links:
• Weitere Informationen zum Thema ADHS findest Du unter www.gemeinsam-adhs-begegnen.de oder www.adhs-ratgeber.com.
• Hast du – nicht-medizinische – Fragen zum Thema ADHS, kann Dir unser Chatbot Alex vielleicht Antworten geben: https://www.expertenrat-adhs.de/alex
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