Medizinisches Cannabis und ADHS – was sagt die Wissenschaft?
In dieser Folge schauen wir uns den aktuellen Stand der Wissenschaft zum Thema medizinisches Cannabis bei ADHS an. Du erfährst, warum die Leitlinien Cannabis als Behandlung nicht empfehlen und wie die bisherige Studienlage aussieht. Wir beleuchten auch mögliche Unterschiede bei Komorbiditäten wie Tourette oder Suchtverhalten und diskutieren, wann Cannabis möglicherweise doch eine Rolle spielen könnte.
Dr. Daniel Alvarez erklärt, dass die Datenlage noch dünn ist, aber es erste Hinweise auf Effekte bei bestimmten Symptomen und Komorbiditäten gibt. Gleichzeitig erfährst du, warum eine Kostenübernahme durch Krankenkassen aktuell schwierig ist und warum eine differenzierte ärztliche Begleitung so wichtig ist.
In dieser Folge geht es um:
- Aktuelle Leitlinien raten klar von einer Cannabis-Therapie bei ADHS ab.
- Studien zeigen, dass Cannabis Impulsivität und Unruhe dämpfen kann, aber keine Wirkung auf Aufmerksamkeit hat.
- Bei Komorbiditäten wie Tourette gibt es erste vielversprechende Forschungsergebnisse.
- Cannabis ist bei bestimmten Persönlichkeitsstörungen und Suchtverläufen kontraindiziert.
- Die Kostenübernahme durch Krankenkassen ist derzeit kaum möglich, und der ärztliche Behandlungsansatz bleibt entscheidend.
Gast: Dr. Daniel Alvarez-Fischer
• Weitere Informationen zum Thema ADHS findest Du unter www.gemeinsam-adhs-begegnen.de oder www.adhs-ratgeber.com.
• Hast du – nicht-medizinische – Fragen zum Thema ADHS, kann Dir unser Chatbot Alex vielleicht Antworten geben: https://www.expertenrat-adhs.de/alex
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