Cannabis als Therapiebaustein
Im Podcast wird deutlich, dass die aktuellen S3-Leitlinien von 2018 Cannabis für die Behandlung von ADHS klar ablehnen und dessen Einsatz nicht empfehlen. Gleichzeitig berichten Betroffene in der Praxis gelegentlich von einer Selbstmedikation mit Cannabis und anderen Substanzen wie Amphetaminen oder Alkohol, wobei Letzterer keine spezifisch positiven Effekte auf ADHS zeigt. Es wird auch angemerkt, dass die Forschungslage zu Cannabis bei ADHS begrenzt ist und es Überlegungen gibt, ob alternative Verhaltensweisen, wie medienpathologische Nutzung, den Cannabiskonsum beeinflussen könnten. Insgesamt bleibt die Evidenzlage zu Cannabis als Therapiebaustein bei ADHS unzureichend und wird in den Leitlinien nicht unterstützt.
Fundstellen zum Nachhören
- Daniel Alvarez-Fischer
Daniel Alvarez-Fischer: Wenn man sich die Leitlinien anguckt, die ja so alt noch nicht sind, von 2018, die S3-Leitlinien zur ADHS, dann steht da drin, und ich darf das zitieren: Cannabis soll für die Behandlung der ADHS nicht eingesetzt wer…
Ab 0:57 hören - Felix Betzler
Und das beobachte ich immer wieder, bei uns in der Sprechstunde, dass Menschen eben sich mit entsprechenden Substanzen, die auch eine gewisse Wirksamkeit haben bei ADHS, sich selbst medizieren, also beispielsweise Cannabis, allen voran, abe…
Ab 3:17 hören - Alexander Gort Golzarandi
Alexander Gort Golzarandi: Eigentlich, das kommt mir jetzt so in den Kopf, es wäre spannend, mal eine Studie zu machen, ob ADHS-Betroffene, die jetzt in so eine medienpathologische Mediennutzung gehen, ob die dadurch eigentlich weniger Gefa…
Ab 26:50 hören
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